Dry Needling

Dry Needling ist eine evidenzbasierte physiotherapeutische Behandlungsmethode, bei der dünne, solide Akupunkturnadeln in schmerzhafte Triggerpunkte, verspannte Muskelareale oder dysfunktionales Bindegewebe eingeführt werden.

Im Gegensatz zur traditionellen chinesischen Akupunktur basiert Dry Needling auf neurophysiologischen Grundlagen und anatomischen Kenntnissen der westlichen Medizin. Es zielt nicht auf energetische Meridiane ab, sondern auf konkrete neuromuskuläre Strukturen.

Die Methode bewirkt mehrere physiologische Reaktionen: lokal wird die Durchblutung gesteigert, verhärtete Muskulatur entspannt und Triggerpunkte werden deaktiviert. Auf neurophysiologischer Ebene werden durch den mechanischen Reiz der Nadel körpereigene Schmerzhemmsysteme aktiviert und Entzündungsprozesse moduliert.

Die Nadeln verbleiben je nach Behandlungsziel zwischen wenigen Sekunden und etwa 15 Minuten im Gewebe und können zusätzlich durch leichte Bewegungen stimuliert werden. Die Behandlung erfolgt nach sorgfältiger Befunderhebung und wird oft mit anderen physiotherapeutischen Maßnahmen wie manueller Therapie, Dehntechniken und aktiven Übungen kombiniert.

Anwendungsgebiete:

  • Chronische Muskelverspannungen
  • Bewegungseinschränkungen
  • Myofasziale Schmerzsyndrome
  • Überlastungssyndrome
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