Deep Friction

Die Deep Friction, auch Querfriktion genannt, ist eine spezifische manuelle Behandlungstechnik, die in den 1950er Jahren von Dr. James Cyriax entwickelt wurde und vor allem bei chronischen Sehnenproblemen zum Einsatz kommt.

Sie zeichnet sich durch tiefe, lokalisierte Reibungsbewegungen aus, die präzise quer zum Faserverlauf des betroffenen Gewebes ausgeführt werden. Bei der Anwendung übt der Therapeut mit den Fingerspitzen oder dem Daumen gezielten Druck auf die exakt lokalisierte schmerzhafte Struktur aus und führt kleine, oszillierende Querbewegungen durch. Die Behandlung erfolgt in schmerzfreier oder leicht schmerzhafter Position und dauert je nach Beschwerdebild zwischen 3 und 15 Minuten.

Die physiologischen Effekte dieser Technik sind vielfältig: Sie fördert intensiv die lokale Durchblutung, löst Verklebungen zwischen den Gewebsschichten, bricht den Teufelskreis der chronischen Entzündung und unterstützt die funktionelle Ausrichtung neugebildeter Kollagenfasern im Heilungsprozess. Zudem werden durch die mechanische Stimulation Schmerzrezeptoren überstimuliert, was zu einer temporären Schmerzreduktion führen kann (Gate-Control-Theorie).

Anwendungsgebiete:

  • Chronische Sehnenentzündungen (Tendinopathien)
  • Tennisellenbogen/Golferellenbogen
  • Muskelfaserrisse
  • Narbenbehandlung
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